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Zweistichproben t-Test – verständlich erklärt (unabhängiger t-Test)

1 Grundidee des unabhängigen t-Test

Der Zweistichproben t-Test (auch unabhängiger t-Test, t-Test bei ungepaarten Stichproben) prüft zwei Stichproben hinsichtlich ihrer Mittelwerte auf Unterschiede. Die Stichproben werden aus unterschiedlichen Grundgesamtheiten gezogen und repräsentieren jene entsprechend. Es existieren zwei verschiedene Varianten des t-Tests: zum einen für den Fall gleicher Varianzen und zum anderen für den Fall ungleicher Varianzen. Letzterer ist der sog. Welch-Test oder Welch t-Test.

Da es im Vorfeld bei der Testung auf gleiche Varianzen („Varianzhomogenität“) mit dem Levene’s Test häufig zu Schwierigkeiten kommt, wird empfohlen, pauschal den Welch t-Test zu rechnen (Vgl. Field, A. (2018), S. 456) – später mehr dazu.

Der unabhängige t-Test verwendet die Mittelwerte der Stichproben als Approximation für die unbekannten Erwartungswerte der jeweiligen Grundgesamtheiten. Im Grunde werden nämlich die Erwartungswerte der Grundgesamtheiten auf Unterschiede untersucht. Üblicherweise werden die Begriffe „Stichprobe“ und „Gruppe“ als synonyme Ausdrücke verwendet.

 

2 Hypothesen des unabhängigen t-Test

2.1 Allgemein formuliert

Zunächst können die Nullhypothese und Alternativhypothese allgemein, also unter Verwendung des Begriffes des Erwartungswertes formuliert werden. Die Nullhypothese geht stets von keinen Unterschieden aus.

 

2.2 Spezifisch formuliert

Die Hypothesen können außerdem spezifisch für den Mittelwert formuliert werden, was verständlicher sein dürfte.

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