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Daten in SPSS importieren (CSV, Excel, TXT)


Vor jeder Datenanalyse steht das Einlesen und Aufbereiten des Datensatzes. Dieser Artikel zeigt primär die verschiedenen Möglichkeiten des Imports der Daten aus .csv, .xlsx sowie .txt.

Import von .csv in SPSS

Am häufigsten liegen zu importierende Datensätze im sog. .csv-Format vor. Jeder Proband befindet in einer separaten Zeile, die Variablen bzw. deren Ausprägungen sind durch Semikolon getrennt.

1. Zum Import wählt man über das SPSS-Menü: Datei -> Daten importieren -> CSV-Daten

 

2. Im nächsten Dialogfeld ist die zu importierende CSV-Datei auszuwählen. Im Beispiel heißt sie „data_csv.csv“. Ich kann sie selektieren und dann mit Klick auf „Öffnen“ fortfahren. Alternativ kann man sie auch doppelt anklicken.

 

3. Im nächsten Schritt analysiert SPSS die aus der CSV-Datei zu importierenden Daten und gibt eine kleine Vorschau. Die einzelnen Optionen werden unter dem Screenshot erklärt.

 

4. Optionen beim Einlesen

Nach dem Klick auf OK wird der Datensatz mit den gewählten Einstellungen in SPSS importiert und die Datenansicht geöffnet. Ein Kontrollblick ist zu empfehlen, da eine abschließende Datenaufbereitung notwendig sein kann. Hierzu zeige ich weiter unten die entsprechenden wichtigen Einstellmöglichkeiten.

 

Import von .xls und .xlsx in SPSS

1. Zum Import wählt man über das SPSS-Menü: Datei -> Daten importieren -> Excel

 

2. Im nächsten Dialogfeld ist die zu importierende Excel-Datei auszuwählen. Im Beispiel heißt sie „data.xlsx“. Ich kann sie selektieren und dann mit Klick auf „Öffnen“ fortfahren. Alternativ kann man sie auch doppelt anklicken.

 

3. Optionen beim Einlesen

In der Vorschau oben ist bereits erkennbar, dass viele Variablen den Datentyp numerisch zugewiesen bekommen haben, bspw. auch Geschlecht. Das liegt daran, dass sie in der Excel-Datei auch nur mit 0 und 1, also als Ziffern angegeben wurden. Hier ist eine nachträgliche Datenaufbereitung dringend angeraten – ausführlich dazu weiter unten.

 

Import von .txt in SPSS

1. Zum Import wählt man über das SPSS-Menü: Datei -> Daten importieren -> Textdaten

2. Im nächsten Dialogfeld ist die zu importierende TXT-Datei auszuwählen. Im Beispiel heißt sie „data.txt“. Ich kann sie selektieren und dann mit Klick auf „Öffnen“ fortfahren. Alternativ kann man sie auch doppelt anklicken.

 

3. Optionen beim Einlesen ein Prozess mit 6 Schritten.

Viele Einstellungen sind optional, sollten aber zumindest mal gelesen werden.

In Schritt 1 kann, sofern schon ein vordefiniertes Textformat existiert und die Datei dieses aufweist, eine Zuweisung erfolgen:

 

Dann geht es in Schritt 2 um Trennzeichen (Komma, Semikolon, Tabulator, usw.) oder ob eine feste Breite (Anzahl Leerzeichen zwischen Werten) existiert. Die erste Zeile enthält auch hier typischerweise sämtliche Variablennamen. Dies kann gänzlich verneint werden oder eine andere Zeile angegeben werden. Schließlich ist das Dezimaltrennzeichen (Komma oder Punkt) zu definieren.

 

In Schritt 3 kann man definieren, ab welcher Zeile der Datensatz beginnt (zumeist 2) und ob die Fälle zeilenweise dargestellt sind oder durch eine Anzahl von Variablen. Schließlich kann man wählen, wie viele Fälle importiert werden sollen (alle, die ersten x oder zufällig y Prozent).

 

Schritt 4 ist ergänzend zu Schritt 2. Das Trennzeichen kann hier festgelegt werden, ob führende und/oder nachfolgende Leerzeichen entfernt werden sollen und was das Texterkennungszeichen ist.

 

Schritt 5 ermöglicht das Datenformat festzulegen, was meist automatisch gut funktioniert. Im Zweifel kann man es hier aber noch mal umstellen, beispielsweise, wenn das Datenformat „Datum“ sein soll (siehe Bild).

 

Schritt 6 ist häufig weniger interessant. Hier kann das Dateiformat für zukünftige Verwendung gespeichert werden – wenn also immer wieder Datensätze im identischen Format importiert werden sollen, kann man dies hier hinterlegen und künftig in Schritt 1 anwenden. Das Einfügen der Syntax ist immer dann zu empfehlen, wenn Replizierbarkeit wünschenswert ist – also faktisch immer.

 

Datenaufbereitung – ein paar Kontrollblicke

Hierzu empfiehlt es sich in der Variablenansicht folgendes zu prüfen:

 

Die jeweiligen Erläuterungen finden sich der Übersicht wegen in einem separaten Artikel (erscheint am 27.10.2021).

 

 

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